Hacke Spitze, Hacke Spitze auf der Orgelbank

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Die Sparkasse Arnsberg Sundern fördert mit einem Orgelstipendium den an Kirchenmusik interessierten musikalischen Nachwuchs in der Region Arnsberg-Sundern.

von links: Hartmut Köllner, Vorstand der Stiftung, Ernst Michael Sittig, Leon Jaekel und Gerd Weimar
von links: Hartmut Köllner, Vorstand der Stiftung, Ernst Michael Sittig, Leon Jaekel und Gerd Weimar

Ernst Michael Sittig, Direktor der Sparkasse Arnsberg-Sundern, ist begeistert, als Leon Jaekel (16) von seinen Unterrichtsstunden an der Königin der Instrumente erzählt. „Nach acht Jahren Klavierunterricht fordert die Orgel mich heraus. Ich muss viel dazu lernen. Und ganz schön viel üben. Aber der Erfolg macht mich stolz.“ Seit November 2009 hat Leon Jaekel wöchentlich Unterricht bei Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar in der St. Stephan Kirche in Arnsberg-Niedereimer. Nach 40 Unterrichtsstunden wird er in der kommenden Weihnachtszeit ein Konzert geben, um zu demonstrieren, was er bei Gerd Weimar gelernt hat. Bezahlt wird der Unterricht von der Sparkasse Arnsberg-Sundern. „Wir haben großes Interesse, musikalischen Nachwuchs in der Region Arnsberg-Sundern zu fördern“, erklärt Ernst Michael sittig. „Die Stiftung Kirchenmusik im Sauerland bat uns um Unterstützung. Uns erschien ein Orgelstipendium die geeignete Form.“ Die Ziele der Stiftung, Kirchenmusik und Orgelausbildung in der Region zu fördern, machte sich die Sparkasse zu Eigen. Geplant ist, nach der Auswertung der Erfahrungen des ersten Jahres, weitere Jugendliche an der Orgel zu fördern. Die Sparkasse Hochsauerland wird auch einsteigen und Orgelstunden im Osten des Sauerlandes fördern. Mit Leon Jaekel haben der Sponsor und die Stiftung auf jeden Fall einen guten ersten Partner gefunden. Er bringt Begeisterung und Interesse mit und hat schon viel musikalische Erfahrungen in der Schulband und im vom Großvater geleiteten Kinderchor gemacht. Solange er jung ist, will er seine musikalischen Kenntnisse erweitern. In der Zukunft werde er sicherlich etwas mit Musik machen. Bis zum Abitur wird er als Organist in der Oeventroper Pfarrei „Heilige Familie“ arbeiten. Schon heute wurden ihm deren Orgel-und Kirchenschlüssel überlassen, damit er täglich an der Orgel üben kann. Aber auch die evangelische Kirchengemeinde in Oeventrop freut sich jetzt schon über seine musikalischen Dienste. „Hier in der Region findet regelmäßig ökumenischer Orgelbanktausch statt. Die Kirchenmusik arbeitet grenzüberschreitend“, freut sich Gerd Weimar. Auf die erste Ausschreibung des Stipendiums hin bewarben sich sieben Interessierte im Alter zwischen 13 und 21 Jahren. Sie spielten Gerd Weimar auf dem Klavier vor und er führte mit ihnen ein Auswahlgespräch. Außerdem mussten sie bereit sein, für jede Orgelstunde einen Eigenanteil von € 15 zu bezahlen.
Für Leon Jaeckel hat sich die Bewerbung gelohnt. Voller Begeisterung sitzt er auf der Orgelbank, tanzt mit seinen Füßen, die in speziellen Orgelschuhen stecken, über die Fußpedalen und schafft es, die Finger beider Hände unabhängig von einander auf den beiden Tastaturen zu bewegen. „Für die kurze Zeit, die ich in unterrichte, hat Leon schon viel gelernt.“ kommentiert Gerd Weimar das Orgelspiel seines Schülers.