Mündige Gemeinde singt

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Drei Proben reichen, um drei Gottesdienste über den Zusammenhang von Reformation und Kirchenmusik an verschiedenen Orten im Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg zu feiern. Anfang September in der  Erlöserkirche in Arnsberg und zwei Wochen später in der Ev. Stadtkirche in Brilon. Der dritte Gottesdienst dieser Art findet am 11. November in Meschede statt.

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Alle sind wichtig im Gottesdienst: Chor, Pfarrer und Chorleiter, der Gemeinde-und Chorgesang verbindet, und die Bläser, die auf diesem Bild nicht zu sehen sind.

„Die Idee ist aufgegangen. Menschen aus vielen Gemeinden des Kirchenkreises, sogar eine Frau aus Winterberg, haben zusammen Gottesdienste an drei Orten musikalisch gestaltet“, hält Kreiskantor Gerd Weimar, Ideengeber und Organisator des Projekts, fest. Zentraler Bestandteil ist die Kreiskantorei, die sich kurzfristig zusammensetzt aus Menschen, die in anderen Chören singen oder Freude am gemeinsamen Musizieren haben, sich aber an keinen festen Chor binden wollen. Zum Gelingen beigetragen haben der ebenfalls zusammengesetzte Bläserchor, geleitet von Kantor Martin Stegmann aus Hüsten und Christine Wallnau-Töpfer, Posaunenchorleiterin in Meschede. Geprobt wurde zweimal in Meschede. Für den Vokalchor standen für eine Probe Brilon oder Hüsten zur Wahl, „damit die Fahrten für die Teilnehmenden nicht zu lang sind“, erklärt Gerd Weimar.“ Wegen der großen Entfernungen zwischen den Gemeinden fand eine Probe gleichzeitig im Westen und im Osten statt. Chorleiter Gerhard Eberbach  übernahm die Probe in Brilon, Kantor Martin Stegmann die in Hüsten.

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Grundstock des gemischten Bläserchores sind die Hüstener. Dazu gekommen sind Bläser und Bläserinnen aus Warstein, Meschede, Bestwig , Arnsberg und Brilon.

In ihren Predigten gingen  Pfarrerin Claudia Schäfer in Arnsberg und Pfarrer Rainer Müller in Brilon auf Bibeltexte ein, die Martin Luther viel bedeuteten. Sie unterstrichen die große Bedeutung, die die Kirchenmusik für Luther hatte.  Gott loben, die Verzagten trösten und die Gemeinde mündig am Gottesdienst teilhaben lassen, das war seine Devise. Die Gottesdienstgemeinden in Arnsberg und Brilon konnten das erleben. Sie genossen den kräftigen Chorgesang, die anrührenden Solistenstimmen und die Möglichkeit, angeleitet von Gerd Weimar im Wechsel mit dem Chor kräftig in alte und neue Kirchenlieder einzustimmen.
Anlass für einen Gottesdienst über „Reformation und Kirchenmusik“ ist das aktuelle Jahr der Kirchenmusik, das die Evangelische Kirche in Deutschland zur  Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum 2017 begeht.

Text und Bilder von Kathrin Koppe-Bäumer