Mit Händen und Füßen gleichzeitig Musik machen

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Sparkassen ermöglichen Orgelstipendium der Stiftung Kirchenmusik für junge Leute.

Schon als Kind war Anna an Kunst und Musik interessiert, erzählt die Mutter der 16-jährigen Anna Knapstein, die in diesem Jahr das Orgelstipendium der Stiftung Kirchenmusik im Sauerland erhalten hat. Aus diesem Anlass trafen sich am 23. Mai Anna, ihr Orgellehrer Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar, Ernst-Michael Sittig, Direktor der Sparkasse Arnsberg-Sundern, Hartmut Köllner vom Vorstand der Stiftung und Martin Vogt, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Sundern in der Stephanuskirche in Niedereimer.

OrgelstipendiumKnappstein_gSeit Oktober 2012 bringt Annas Mutter ihre Tochter jeden Donnerstag hierhin zum Orgelunterricht. Die Anstrengung nimmt sie gern in Kauf, denn sie weiß, dass Anna von Gerd Weimar viel lernt. Nach sechs Jahren Klavierunterricht erzählte Annas Klavierlehrerin ihr von dem Stipendium. Pfarrer Martin Vogt spielt selbst Klavier und merkte, dass Anna es gut kann. Deshalb schlug er sie Gerd Weimar als Kandidatin vor. „Wenn Anna Orgel spielen lernt, gewinnt unsere und auch die katholische Gemeinde. Denn Orgelspieler werden immer gebraucht.“ Selbstbewusst sitzt Anna auf der Orgelbank und spielt ein Stück von Bach an. „Am Anfang habe ich gedacht, das geht nie, mit Händen und Füßen gleichzeitig zu spielen“, erinnert sie sich. Vier Wochen musste sie üben. Danach beherrschte sie das erste Stück. Faszinierend findet sie, dass man durch die vielen Register auf der Orgel ganz verschiedene Klänge erzeugen kann. Ihre Füße finden den richtigen Weg auf den Pedalen.

Ernst-Michael Sittig freut sich, dass auch die Sparkasse Hochsauerland und die Sparkasse Werl je ein Stipendium finanziert haben. „Dieses Stipendium ist zur Tradition geworden. Es drückt aus, was uns als Sparkassen wichtig ist: Nachhaltig junge Menschen in der Region zu fördern.“ Hartmut Köllner ist begeistert von der guten Zusammenarbeit zwischen den Sparkassen und der Stiftung: “So tun wir gemeinsam etwas für die Zukunft der Kirchenmusik in der Region.“ Der erste Stipendiat, Leon Jaekel aus Oeventrop, studiert inzwischen Musik. Anna sieht im Orgelspielen einen zukunftsträchtigen Nebenjob. Gerd Weimar stimmt ihr zu und sagt: Wir werden den Orgelunterricht nach dem Stipendiumsjahr sicher fortsetzen.“

 

Text und Bild von Kathrin Koppe-Bäumer